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Erste Gehversuche in Richtung Fashionfotografie

Ich gebe es ja zu, ich stelle mich mit meinem Strobist-Equipment noch ziemlich ungeschickt an und meistens habe ich auch nie die volle Ausrüstung mit dabei, da ich irgendeine Kleinigkeit oft vergesse (das zum Glück jedoch immer seltener ;). Am liebsten nutze ich das bereits vorhandene Licht, manchmal helle ich zusätzlich mit einem Reflektor auf, immer öfter kommen allerdings ein oder mehrere Blitze dazu und dies in Verbindung mit Schirm oder andere Lichtformer. Dies alles in Kombination, Outdoor, Perfekt! Das gefällt mir… je mehr Gefühl ich für diese Geschichte entwickle, desto mehr Spass finde ich darin. Aber dennoch, wenn ich mir die Bilder im nach hinein betrachte, finde ich immer irgendwelche Punkte an denen ich noch stark an mir selbst arbeiten muss…

Dieses Jahr konzentrierte ich mich ein wenig auf dieses spannende vielseitige Genre der Fotografie – eine kleine Zusammenstellung an Bilder möchte ich nachfolgend vorstellen…

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Fotografieren auf einer Modenschau – erste Erfahrungen

Vergangenen Samstag hatte ich die Gelegenheit dank Susanne Spitz von PROVOQUÈ auf ihrer Modenschau in Forchheim zu fotografieren.

Bereits beim Probelauf der Models stellte ich fest, wie wichtig das Timing beim Drücken des Auslösers ist. Am Ende des „Steges“ wurde kurz inne gehalten, Pose, nach links gedreht, Pose, nach rechts gedreht, Pose und schon war die Gelegenheit wieder vorbei – eine Wiederholung gab es nicht. Im Laufe des Abends entwickelt man hierbei ein gewisses Gefühl für den passenden Moment… doch gilt es immer, Kamera an das Auge, Autofocus auf AI Servo und immer bei einer Pose, knipps… Problematiken mit Licht, störender Hintergrund, wenige bildgestalterische Möglichkeiten, Weißabgleich, unterschiedliche Lichtwärme ist dann noch mal ein ganz anderes Thema.

Im Großen und Ganzen hat mir der Abend auf Susannes Modenschau in Forchheim super gefallen. Nicht nur den hübschen Models und den wunderschönen Kostümen wegen. Fotografie-technisch konnte ich einiges mitnehmen und freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, sofern Susanne mich noch fotografieren lässt… oder was sagt ihr zu meinen Ergebnissen:

Ich persönlich bin von meiner Bildausbeute noch nicht zufrieden. Auch mit der anschließenden Bildbearbeitung tat ich mir schwer.. was tun mit dem aufdringlichen Hintergrund? Wie korrigiert man nachträglich den störenden Gelbstich des Strahles neben das weiße Licht des Aufhellblitzes?

Meine nächste Anschaffung wird auf jeden Fall ein Satz Colour Correction Filters für mein Blitz sein. :)

P.S. Die Susanne hatte auf ihrem Blog PROVOQUE noch viele weitere Bilder online gestellt.

Canon Ixus 100 IS und meine bisherigen Erfahrungen

Seit 2002 bin ich bekennender Canon Ixus-User. Angefangen mit einer eckigen Ixus v2 stieg ich 2005 auf eine Ixus 500 um bis diese im Oktober 2007 in den Tiefen des Mittelmeeres versank. Damals traf ich dann eine Entscheidung die ich bis heute noch keine Sekunde bereuhte – der Wechsel auf eine DSLR, (m)eine Canon 400D. Doch seitdem vermisste ich regelmässig eine kleine praktische Immer-Dabei-Kamera. Ein Freund von mir hatte sich vor kurzem die Canon Digital IXUS 100 IS gekauft – schwarz, klein, handlich… ich habe mich sofort in das Teil verguckt mit dem Ergebnis, dass ich 2 Tage später ebenfalls diese nette Knipse mein Eigen nennen kann.

    Some facts:

  • Bildsensor Typ: 1/2,3-Zoll CCD-Sensor
  • 12,1 Megapixel Sensor
  • Bildprozessor Typ: DIGIC 4 mit iSAPS-Technologie
  • Brennweite: 33 – 100 mm (äquivalent zu KB)
  • Lichtstärke: 1:3,2 – 5,8
  • Movie: (HD) 1.280 x 720
  • Sonstige Schnittstelle: HDMITM-Ministecker, Audio-/Videoausgang (PAL/NTSC)
  • Abmessungen (B x H x T): ca. 87,0 x 54,5 x 18,4 mm
  • Gewicht : ca. 115 g (ohne Akku und Speicherkarte)
  • […]

In den letzten zwei Wochen konnte ich bereits ein wenig mit der Kamera spielen. Klar, sie ist kein Vergleich zu einer DSLR – ZUM GLÜCK, aber für eine kleine Knipse liefert diese bei Tageslicht und normaler Umgebung schon ziemlich gute Ergebnisse ab. Ohne je einen Blick in das Handbuch geworfen zu haben kam ich schnell mit der Bedienung klar – ein paar Dinge muss man erstmal abstellen, wie diese FACE-Detection-gschmarri und diese hässlichen Sounds, etc… und einige Einstellungen auf Standard oder wenn möglich auf manuell stellen und los gehts… :)

Weil es mich selbst interessierte, führte ich einmal einen direkten Vergleich durch den ich euch hier zeigen möchte. Das erste Bild entstand mit meiner Canon 400D mit einem Canon 24-105mm L-Objektiv bei einer Blende von 8, Belichtungszeit von 1/125 sec, Brennweite 24mm und ISO 100:

Photo_400D_24-105L

Ca. 3 Minuten später nahm ich das gleiche Bild mit der neuen Canon Digital IXUS 100 IS auf, mit einer Blende von 3.2, Belichtungszeit von 1/400 sec, Brennweite 5.9mm und ISO 80:

Photo_Ixus_100IS

Ein Unterschied ist auf dem ersten Blick zu erkennen, vor allem an den Wolken die fies überbelichtet sind und überhaupt keine Struktur mehr haben, trotz abblenden einer Blendenstufe. Aber sonst kann sich das Ergebnis der 200 Euro Cam schon sehen lassen.

Viel interessanter finde ich an der Ixus 100IS eigentlich die Möglichkeit Videos in einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel aufzunehmen. Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass es unmöglich ist, dieses leichte kleine Teil ruhig zu halten. Eine Entwacklung findet keine statt. Daher habe ich mir angewöhnt, einen festen Untergrund zu suchen und die Kamera einfach kurz mal zum Filmen abzustellen – Stativ wäre auch eine Option. Nichts desto trotz, mir gefällt die Video-Qualität dieser Cam. Hier habe ich mal ein kurzes 1:17 Minuten-Beispielvideo zusammengestellt:

Some sample videos with my new Canon Ixus 100IS from Oliver Schaef on Vimeo.

Soweit meine Erfahrung mit dieser kleinen handlichen Canon Digital IXUS 100 IS. Handhabe ist easy und induitiv. Das Bild des Displays ist sehr gut. Durch die kompakte Größe passt sie super in die Hosentasche. Finde es prima, mal wieder eine Immer-Dabei-Kamera zu besitzen.

Das Fotografieren von Schmetterlinge – Teil 3 – meine schönsten Bilder

Das Fotografieren von Schmetterlinge ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Meine Erfahrungen möchte ich mit euch in Form einer kleinen Reihe teilen:

Mit „Es sind Lebewesen“ fing diese Reihe an. Gestern schrieb ich über die fotografischen Herausforderungen auf die man so stößt und heute möchte ich zum schönsten Teil dieser Reihe kommen. Die Vorstellung meiner bisher schönsten Fotos von Schmetterlinge…

Ein Distelfalter:

Distelfalter

Ein Tagpfauenauge:

Tagpfauenauge

Ein Schwalbenschwanz:

Schwalbenschwanz

Noch ein Schwalbenschwanz aber von einer etwas ungewohnten Perspektive: :)

Schwalbenschwanz

Ein weiterer Distelfalter:

Distelfalter

Und noch ein Kleiner Fuchs:

Der kleine Fuchs

Das war es erstmal, vielleicht hänge ich noch das eine oder andere Bild mit dran. Ich hoffe, dass euch die kleine Reihe etwas interessiert hat und vielleicht bei der nächsten Wanderung ebenfalls auf Schmetterlingsjagd, zumindest aus fotografischer Sicht, geht. :)

Viele Grüße,
Olli

High-Key und Low-Key in der Fotografie

Beim vergangenen DSLR-Forum-Stammtisch-Treffen hier in Nürnberg hatten wie immer alle Gäste die Gelegenheit besondere Bild oder Problemfotos vorzustellen. Ich mag dieses miteinander, es ist einfach schöner und effektiver als die sinnlosen Kommentare zu seinen Bilder im Web zu lesen und irgendwie ist dieser Stammtisch und das Treffen mit ‚gleichgesinnten‘ der einzige Grund, weshalb ich beim dslr-forum.de angemeldet bin.  :)

Worauf ich hinaus möchte, unser Blog-Nachbar Mahom hatte ein Bild vorgestellt, was mich besonders interessierte. Ein Portrait von einer jungen Dame, aber kein gewöhnliches, sondern eine sogenannten High-Key-Aufnahme.

Dass es diese Art von Bilder gibt, und dass diese Art einen ganz besonderen Reiz haben, das steht völlig außer Frage. Dass diese Technik einen Namen hat, das war mir neu.  :)

Wieder zu Hause versuchte ich erst einmal darüber zu lesen und weitere Bilder zu finden – die meisten Fotos die ich in Flickr fand haben mich nicht so sehr überzeugt. Der nächste Schritt war dann, es selbst auszuprobieren, selbst zu fotografieren. Aber was ist überhaupt High-Key und Low-Key?

Bevor ich aber versuche die Begrifflichkeiten zu erläutern, hier ein Beispiel welches in einer Gemeinschaftsarbeit mit -Lif- entstand – das Ziel Low- and High-Key in einem Photo (ohne Photoshop) darzustellen:

High- and Low-Key

High-Key-Fotografie, hier in diesem Fall die rechte Bildhälfte, zeichnet sich aus, dass gerade die hellen Farbtöne vorherrschen (Motiv sowohl Hintergrund) und dass das Bild überbelichtet wirkt. Haupteinsatzgebiet liegt in der Schwarzweißfotografie und bei Portraits und findet als eine Art Stilmittel häufig den Gebrauch. Die wichtigste Rolle hierbei spielt das Licht und eine entsprechende Einstellung an der Kamera, wie eine Überbelichtung von ein bis zwei Blendenstufen. Unterstützt mit der digitalen Bildbearbeitung erzielt auch ein Laie sehr schnell tolle Erfolge.

Durch diese High-Key-Technik gehen auf Grund der Überleuchtung Bilddetails verloren, das Gesicht wirkt durch diese Verfremdung sehr zerbrechlich und zart – die Schönheit wird hervorgehoben. Es ist aber darauf zu achten, dass sich der Hintergrund nicht mit dem Motiv verwäscht und dass die wichtigsten Konturen noch erkennbar bleiben.

Die Low-Key-Fotografie ist das genaue Gegenteil von der High-Key, wie ich es an hand der linken Bildhälfte (nicht sehr gelungen) darzustellen versuchte. Hier spielen die dunklen Farbtöne eine vorherrschende Rolle. Große Teile des Bildes bleiben dunkel und das Bild lebt durch starke Kontraste. Gezieltes Arbeiten mit Licht ist hier unumgänglich – dadurch wirkt ein Low-Key-Foto meist ehr mystisch, erotisch und auch geheimnisvoll. Gerade in der Aktfotografie hat diese Technik seinen Reiz, weil hier zum Beispiel die Körperform durch passende Licht- und Schattenspiele besonders hervorgehoben werden kann.

Soweit meine Erfahrungen zu diesem Thema. Ihr habt noch etwas hinzufügen? Ich freue mich über jeden Kommentar! :)