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Langzeitbelichtung im Fotostudio – Ein Farbenmeer denn wir lieben Farben sehr

Pink, rot, lila, orange, grün…. Langzeitbelichtete Mode in energischer Bewegung – Ein klein wenig Sommer ins Studio holen.
Ein wenig Leichtigkeit und ganz viel Spaß. Wir wollten ein kleines Experiment wagen und herausfinden, ob es gelingen würde, die farbenfrohe bewegte Heiterkeit unter längerer Belichtungszeit für den Moment festzuhalten.

Anfangs probierte ich mit einem Graufilter längere Belichtungszeiten zu erreichen. Dies ging natürlich völlig nach hinten los. Nach zwei weiteren Anläufen bewegten wir uns in die richtige Richtung und erschufen ein kleines buntes Farbenmeer.

           

           

ISO 100, Blende 16, Belichtungszeit 2 Sekunden – der Trick, ich löste die Blitze erst gegen Ende der Belichtungszeit aus.

Danke Daniel, für die Bereitstellung deines Fotostudios.

25 Minuten – 25 Bilder = Shoots from the Hip

Es war dunkel, es war kalt und ich musste eine größere Strecke zu Fuss durch Nürnberg gehen. Mit cooler Musik im Ohr und einer Kamera mit einem Lichtstarken Objektiv (50mm 1.4) in der rechten Hand überhaupt kein Problem – Langweile kommt mir da keine auf! ;)

Ich war 25 Minuten unterwegs und habe dabei ohne durch den Sucher zu gucken in dieser Zeit 130 Bilder geschossen – alle aus der Hüfte. Eine Auswahl von 25 Bilder habe ich in diese Slideshow gepackt:

[slideshow id=15 w=267 h=400]

Mal nach hinten, zur Seite, nach vorne – ehrlich gesagt, man entwickelt im laufe der Zeit schon ein Gefühl dafür, Objekte mal schnell so am vorbei gehen festzuhalten. Ok, dass hierbei der Focus nicht immer trifft, die Bilder doch alle ziemlich verwackelt sind und wegen einer ISO von 1600 das Rauschen überwiegt, das sei dahingestellt. Ich nenne es Experiment und schwarz/weiß rettet hier noch einiges!

Das wichtigste, es macht Spass! :)

Habt ihr soetwas auch schon mal versucht?

Anmerkung:
Zwei Blognachbarn haben bereits über Ihre Erfahrung zu ‚Shoot from the Hip‘ berichtet:

Cool! Und wer ist schon mal planlos durch eine Stadt gelaufen und hat ziel- und wahllos vor sich hin geknipst? :D

Langzeitbelichtung: Lichteffekte im Tunnel

Der Johannes, vermutlich besser bekannt unter den Namen pfn.photo, hat vor gut/genau einem Jahr auf dem Blog von Steffen den Artikel „Lightshow“ über sein atemberaubendes Bild geschrieben.

Über den Jahreswechsel bin ich in der Schweiz gewesen und hatte als Beifahrer die Gelegenheit mit der Kamera zu experimentieren, zum Beispiel während der fahrt durch einen Tunnel. Inspiriert durch Johannes entstand dabei folgendes Bild:

Tunnel of lights

Ich klemmte die Kamera zwischen Cockpit und Windschutzscheibe, um Stabilität zu gewinnen und löste einfach mit einer längeren Belichtungszeit aus.

Brennweite: 18 mm
Blende: f 9
Belichtungszeit: 10 sec
ISO: 200

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Zur Nachbearbeitung, ich verstärkte die Farben so, dass diese noch besser wirkten. Auf Grund des Gelbstiches korrigierte ich etwas den Weißabgleich, wodurch das Blau kräftiger wurde. Links und oben wurde ein Teil abgeschnitten, so dass das Zentrum des Tunnels mehr in die Mitte wanderte.

Habe früher schon einmal versucht Tunnels während der fahrt zu fotografieren, nur konnte man diese alle in die Tonne treten. Um so mehr überrascht war ich von dem Ergebnis dieses Bildes. Vorallem die Farben der Lichter. :)

Was meint Ihr? ;)

Experiment im Schnee

Ich war hier bei Gerhards Tipp stöbern. Danach hat sich das neue Wissen im freien Experiment an allen erdenklichen Motiven freigesetzt. Auch im verschneiten Wald. Dort sind einige von diesen Geisterbildern entstanden, die nur im Farbmanagement digital nachbearbeitet sind. Der Rest ist Aufnahme. Vergeistern geht auch nur mit Fotoapparat ;)
snow in the magic forest

Experimente mit einem Retroadapter

Neugierig was das ist, habe ich einfach mal für mein 18-55mm-Canon-Kit-Objektiv so ein Ding bestellt. Die Beschreibung hörte sich nämlich sehr spannend an…

Nehmt einfach mal ein Objektiv in die Hand und blickt durch die Frontlinse hindurch. Wenn ihr nah genug zum Beispiel an einem Computerbildschirm ran geht, könnt ihr diesen Lupeneffekt feststellen. Mit einem Retroadapter lässt sich ein Objektiv quasi verkehrt herum mit einer Kamera verkoppeln und so diesen Lupeneffekt nutzen. Das Ergebnis, Abbildungsmaßstäbe von bis zu 5:1, was das fünffache eines herkömmlichen Makroobjektiv entspricht. Das ist fett!

So sieht so ein Retroadapter aus:

Retroadapter

Natürlich startete ich sogleich einige Experimente und musste feststellen, dass es doch gar nicht so leicht ist, ein halbwegs scharfes Bild hinzubekommen. Ein Autofocus ist logischer weise nicht möglich, auch die Blendensteuerung muss mit einem Trick (Objektiv in Normalstellung bringen und gewünschte Blendenzahl einstellen. Nun wird bei gleichzeitig gedrückter Abblendtaste das Objektiv wieder in Retrostellung gebracht – somit ist die höhere Blende fixiert und es steht eine höhere Schärfentiefe zur Verfügung) überlistet werden. Entsprechend muss auch die Belichtungszeit angepasst werden.

Bei meinem Test merkte ich, dass man doch sehr schnell verwackelt. Hier ist ein Beispiel:

Leiterbahnen

Natürlich kann man da jetzt keine Wunder erwarten, aber für 25 Euro einmal im Makrobereich zu experimentieren, das macht schon Spass. :)