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Fotografie und Ingress – eine spielerische Verknüpfung

Es war noch nie so einfach, sich in einer unbekannten Stadt ohne jegliche Ortskenntnis zurecht zu finden, wie heute. Weg mit diesen Touristenstädtpläne, nie mehr verlaufen. Dank der Mobilität durch Smartphones und das immer und überall Online sein, ist es mittlerweile die normalste Sache der Welt, sich von diversen Apps wie beispielsweise Google Maps führen zu lassen. Jeder kennt die Vorzüge dieser Software – kostenlos, immer verfügbar, innovativ und wegweisend. Googles Tochterfirma Niantic Labs hat vor gut einem Jahr an dieser Stelle die bekannte Kartenansicht um eine zusätzliche Darstellungsschicht erweitert und eine Plattform geschaffen, die mich jetzt schon seit gut einem halben Jahr fasziniert und in Bewegung hält (wer jetzt eine Assoziation zu meiner Innaktivität auf meinem Blog sieht – niemals ;).

Genau, ich spreche hier von dem Augmented Reality Spiel Ingress. Wobei viele nicht mehr von einem Spiel reden, sondern viel mehr schon von einem Hobby. Was das im Detail ist und wie es funktioniert, darauf möchte ich jetzt hier nicht weiter eingehen, sondern verweise an dieser Stelle lieber an den Blogartikel von Louise, die das sehr schön in Worte fasst: Erweiterte Selbsterfahrung mit Google Ingress.

Worauf ich vielmehr hinaus möchte, ist, wie man die Fotografie spielerisch mit Ingress verknüpfen kann. Für die Fotografen unter uns, die häufiger mit der Kamera in der Stadt unterwegs sind, um interessante Blickwinkel, besondere Momente oder auch schöne Bauwerke fotografisch festzuhalten, könnte Ingress durchaus eine Bereicherung darstellen. In Deutschland ist mittlerweile nahezu jede Sehenswürdigkeit, jede Kirche, jedes Museum oder Bahnhof, jede Statue und jeder Brunnen mit einem virtuellen Portal verknüpft. Beispielsweise war ich sehr überrascht, als ich durch Ingress hier in Nürnberg in meiner Nachbarschaft verborgen hinter Wohnhäuser auf eine alte Kirchenruine stieß.

Wenn ich heute auf eine Foto-Entdeckungstour aufbreche, bin ich zusätzlich zu meiner DSLR noch mit einem Android Smartphone und Akkupack ausgestattet. So war ich kürzlich erst in Limburg unterwegs. Ohne jegliche Ortskenntnisse orientierte ich mich an Hand der vorhandenen Portale und entdeckte so ganz nebenbei die wunderschöne Altstadt, den Dom und, da musste ich schmunzeln, eine Anomalie mit dem Namen „Bischöflicher 30Mio Palast“. Darüber hinaus lockte mich ein Riesenfeld der Resistance zu einen malerisch gelegenen Platz am Flussufer, wo ich etwas verweilte und die Ingress-Welt ganz nebenbei wieder ein kleines Stückchen schöner äh.. grüner gestaltete.

Durch Portalkeys kann man auch im nach hinein seinen kreativen Teil zum Spiel beitragen, in dem man das eine oder andere schöne Bild dem jeweiligen Portalen anhängt. Es gibt sogar bereits einen Ingress-Spieler, der allein durch Portaleinreichungen und Fotos hoch laden das höchste Level erreicht hat. ;)

Falls ich euer Interesse geweckt habe und ihr euch entschließt, Ingress einmal auszuprobieren, so empfehle ich den Erleuchteten, den Guten, der grünen Seite, den Enlightened beizutreten. Und, falls ihr auch noch aus dem Nürnberger Raum seit, so habe ich hier auch noch den passenden Link zur Google+ Community Ingress Enlightened Nürnberg! Viel Spaß! ;)

Das Fichtelgebirge, ein Gebiet im Nordosten Bayerns. Endlos scheinende Wälder. Viel Natur und schöne Landschaften.

Unsere Wanderung führte uns zunächst zum Seehaus, dann weiter auf den Gipfel des dritthöchsten Berges, dem Nußhardt, um im Anschluss über den Grad entlang die höchste Erhebung des Fichtelgebirges zu erreichen, dem Schneeberg, dessen Relikt aus dem kalten Krieg, dem Fernmeldeturm, schon aus weiter Ferne zu sehen ist.

Zwischendurch wurden wir belohnt mit viel frischer Waldluft, fröhlichem Vogelgezwitscher und einem eindrucksvollen naturbelassenen Fichten- und Buchenwald.

Fotografische Umsetzung des Fashionprojektes Kalligrafie

Vergangenes Wochenende war es mal wieder soweit. Babsi, eine Freundin von uns die an der FH in Pforzheim Modedesign studiert, hatte ihre Kollektion und Semesterarbeit mit dem Thema Kalligrafie fertiggestellt. Was ihr noch fehlten waren nur noch Bilder für die Mappe.

Mittlerweile kann man schon sagen, dass wir, die Babsi, Vanessa, Maria und ich, bereits ein super eingespieltes Team sind und natürlich unterstützten wir sie auch dieses mal wieder bei der fotografischen Umsetzung. Babsi organisierte zwei Models und den Schlüssel zu einem FH eigenen Fotostudio und wir brachten jede Menge gute Laune, Spaß und eine Kamera mit. :)

Ich war wieder einmal überwältigt von der Ausstattung des Studios und konnte meiner experimentierfreude freien lauf lassen… Natürlich musste ich sofort die 2 Meter-Softbox austesten, die da herumstand, erzielte auch schnell interessante Ergebnisse, nur schossen diese völlig am Ziel vorbei.

Bis die beiden Models fertig gestylt waren, hatte ich zusammen mit Maria ein schönes Lichtsetup aufgebaut. Hier und da optimierten wir noch das Ganze, so dass am Ende ein Spotlight mit Waben für die Konturen, ein Beautydish als Hauptlicht, eine ca. 1,5 m hohe Softbox für die Seite und noch eine Styroporplatte als zusätzlichen Aufheller für die Beine unser Lichtsetup darstellte.

Die ersten Probefotos sahen vielversprechend aus und nach einigen Nachjustierungen der Blitzkraft hatten wir schon bald die ersten Ergebnisse im Kasten. Der Rest war Dank der tollen Zusammenarbeit aller und den talentierten Models ein Kinderspiel. :)

Hier eine kleine Auswahl der Ergebnisse:

Vielen Dank Babsi für diese tolle Gelgenheit zu fotografieren. Es hat mal wieder super viel Spass gemacht mit euch zusammenzuarbeiten und freue mich bereits auf weitere zukünftige herausfordernde Projekte. :)

Bamberg, eine fotografische Erkundung bei eisigen Temperaturen

Heute war ich spontan zusammen mit Roland (www.blickdicht.org) in Bamberg unterwegs, um die hübsche Oberfränkische Stadt fotografisch zu erkunden. Bei eisigen Temperaturen führte unser kleiner Photowalk die Regnitz entlang, quer durch die Altstadt hoch zum Kloster und über einen anderen Flußarm der Regnitz wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Die Sonne schien, die Lichtsituationen waren manchmal toll und es gibt immer wieder neue Ecken zu entdecken in Bamberg.

Kreativ Fotografieren, von Markus Wäger

Kreativ Fotografieren, das Buch von Markus Wäger

Mitte Dezember fragte mich Markus Wäger, ob ich Interesse hätte, zu seinem neu veröffentlichtem Buch „Kreativ Fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt“ eine Rezension zu schreiben.

Zuerst freute ich mich darüber, zögerte dann aber doch mit meiner Zusage. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein Buch über die Fotografie in die Hand genommen. Ich verließ mich immer auf meine Intuition und die Erfahrung die ich in der Zwischenzeit sammeln konnte. Durch viel Fotografieren, kreatives Ausprobieren und einer großer Zahl unbrauchbarer Bilder lernte ich in laufe der Zeit die Zusammenhänge mit der Blende, Belichtungszeit, Brennweite und ISO kennen. Sehr schnell stößt man dabei auch an die technischen Grenzen seiner Ausrüstung. Mit einer lichtstarken Festbrennweite tat sich eine weitere neue Welt auf. Aufsteckblitz… kurz drauf, 2 weitere Aufsteckblitze mit Funkauslöser, Lichtschnickschnack, Weitwinkel, Makro… im Laufe der Zeit kommt dadurch einiges an Equipment zusammen und man kommt einigermaßen damit zurecht…

Kreativ Fotografieren, von Markus Wäger Und jetzt, jetzt bin ich sehr glücklich darüber, dass ich das Angebot von Markus Wäger doch wahr genommen habe. Sein Buch beantwortet Fragen, die mir „eigentlich“ klar waren, aber irgendwie auch nicht. Schon auf den ersten Seiten, in denen er im Detail auf die Perspektive eingeht, folgte ein Aha-Erlebnis dem nächsten. Mit seiner sachlichen, aber dennoch kurzweilige Erzählweise erklärt er im Detail den Fluchtpunkt, die unterschiedlichen Blick- und Betrachtungswinkel, die Bildwirkung einer Weitwinkel-Aufnahme im Vergleich zur Normal- bis hin zur Tele-Perspektive… die vielen Darstellungen, teils in Form von passenden Beispielfotos, teils in Form von aussagekräftige Grafiken runden die Themen perfekt ab.

Der Ansatz den Markus Wäger für sein Buch wählte, gefällt mir überaus gut. Er sammelte alle wichtigen technischen und theoretischen Parameter zusammen und versuchte sie jeweils einem gestalterischen Kernaspekt zuzuordnen. Am Ende erarbeitete er die 4 Bausteine Perspektive, Schärfe, Belichtung und Komposition an Hand derer er die Fotografie erklärt. Auf Basis dieser 4 Kernaspekte beschreibt Markus Wäger seine „Vier Schritte zum Bild“ und das in einer sehr umfassenden Art und Weise, dass ich dieses Buch sehr gerne an jeden weiterempfehlen kann der sich tiefer mit dieser spannenden Materie, der Fotografie, auseinander setzen möchte.

Ob das Histogramm, die Schärfentiefe, der Weißabgleich, die ISO-Empfindlichkeit oder das Blitzen mit System – kein Thema wird ausgelassen. Für mich persönlich stellt sich sein Buch daher als das ideale Nachschlagewerk dar, das ich nicht mehr vermissen möchte.

Falls ich es nun geschafft haben sollte, auch dein Interesse an Markus Wägers Buch „KREATIV FOTOGRAFIEREN“ zu wecken, so findest du auf seiner Seite www.markuswaeger.com eine weitere Beschreibung, das Inhaltsverzeichnis und ein Demo-Kapitel zum Download.

Wünsche euch viel Spaß mit diesem Buch.