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Design eines Kleidungsstückes aus „Found Material“ – Fotografische Umsetzung des Projekts

Als meine Freundin wieder einmal mit ihrer unglaublichen Euphorie für eine Freundin Model, Fotograf und Makeup Artist organisierte, erweckte sie in mir den Gedanken selbst solch ein Projekt mit zu gestalten. Auch Vanessa fand Gefallen an dieser Idee und somit konnte sie nicht nur mich als Fotograf sondern auch Mia als Model gewinnen.
So verbrachten wir das vergangene Wochenende in Pforzheim, dank der Hochschule für Gestaltung die Hochburg für Fashion und Design. Im Gepäck, gute Laune, meine Kameraausrüstung und alles was ich so an Lichtequipment besitze, mit dem Ziel, eine etwas andere Art von Fashion zu fotografieren.

Vanessa Riehl, eine Studentin dieser Fachhochschule für Mode, hat als Projekt die Aufgabe bekommen aus „Found Material“ ein Bekleidungsstück zu designen und zu kreieren. Gefunden hatte sie bei sich zu Hause eine Rolle einer Messingfolie. Kombiniert mit Draht schaffte sie ein nicht ganz alltagstaugliches Kleid, welches natürlich auch im Rahmen des Projektes fotografisch festgehalten werden musste. Um das Shooting zu perfektionieren, konnten wir auch noch eine sehr nette und talentierte Visagistin, die Michaela Storz mit ins Boot holen, die mit gekonnten Handgriffen das Design von Vanessa mit Frisur und Makeup unterstrich und somit aus der Trägerin ein lebendes Gesamtkunstwerk erschuf.

Michaela bei der Arbeit

Mein Part in diesem überaus kreativem Team bestand natürlich darin, diese Kunst in Bilder festzuhalten und das möglichst so, dass die Ergebnisse auch nach etwas aussehen. Ich war froh, dass ich bereits den Vorabend dazu nutzen konnte, mir über die Bildgestaltung und dem Lichtaufbau Gedanken zu machen. Da das Shooting im Zimmer von Vanessa statt fand, mussten erstmal Möbel gerückt und Dinge umgebaut werden. Dank eines sehr stabilen weißen Regals hatte ich sogleich in Kombination mit der weißen Wand den für diesen Zweck sehr passenden neutralen Hintergrund. Natürlich nutzte ich auch die Zeit, um zwei Lichtsetups auszudenken und diese bereits auszutesten. Ein Lichtsetup für Portrait und weiteres für die Ganzkörperaufnahme. Warum zwei, da das goldene Kleid stark reflektierte und ich eine Alternative mit einem viel weicherem Licht benötigte.

Mein absolutes Lieblingsbild

Ich nutzte auch die Gelegenheit meinen, für Systemblitze ausgelegten Beauty-Dish einmal auszutesten und fand die Ergebnisse meiner Softbox ehrlich gesagt ansprechender, bzw. für diesen Zweck sinnvoller. Somit wählte ich für meine Portaitreihe lediglich zwei Lichtquellen – eine Softbox von senkrecht oben und einen Durchlichtschirm von direkt unten, wobei letzteres schwächer war.

Ein weiteres Portrait

Auch Details hielt ich mit dieser Einstellung fest:

Im Anschluss dieser Portaitreihe hatte Mia erst einmal eine Pause verdient. Ich nutzte die Zeit, las die Bilder aus und baute das Lichtsetup komplett für die Ganzkörperaufnahmen um. Mein Ziel war, wegen den Reflektionen das Licht möglichst weich auf das Kunstobjekt zu bringen.

Dabei hatte ich eine Lichtquelle gegen die weiße Wand gegenüber ausgerichtet, einen Schirm mit einer größeren Entfernung von rechts vorne und eine Softbox von Rechts hinten oben.

So weit zu meinen Ergebnissen dieses außergewöhnlichen und sehr spannenden Projekt. :-)

Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an die Designerin Vanessa Riehl für diesen spannenden Entwurf, an unsere Visagistin Michaela Storz für ihr tolles Werk und an Mia für ihre Unterstützung, Rat und ihre fröhliche Leichtigkeit mit der es wie immer Spaß macht zusammen Kunst zu machen.