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Lichter, Farben, Langzeitbelichtung – Foto-Experimente auf dem Volksfestplatz

Ich bin kein Fan von Volksfeste, aber seitdem ich im vergangenem Jahr im Blogartikel „Stuttgarter Frühlingsfest 2008 – Polyp“ von Denny Jander das Bild vom Polyp gesehen habe, zieht es mich dann doch mit einer Kamera bewaffnet auf derartige Veranstaltungen – Gestern hab ich es dann endlich mal geschafft!

Im Grunde ist es nichts besonderes,…

  • Bildausschnitt wählen, darauf achten dass störende Lichtquellen oder Pfosten nicht das Ergebnis „verunreinigen“
  • Kamera auf Stativ, das ist unverzichtbar
  • Fahrgeschäft im Vorfeld beobachten um seinen Standpunkt zu wählen; nicht umbedingt genau vor dem Ausgang stellen – Orientierungslose Menschen und so. ;-)
  • ISO natürlich auf 100, Blende soweit wie möglich schließen
  • Belichtungszeiten zwischen 1 und 5 Sekunden sind ideal, kommt aber auf das Objekt an. Ein Graufilter würde sich teilweise lohnen
  • Ich nutze den ‚P‘-Mode um einmal grob die Ausrichtung und den Bildausschnitt zu prüfen
  • Ansonsten empfehle ich den ‚M‘-Mode zu verwenden – da hat man alle Freiheiten um mit Blende und Belichtungszeit zu spielen.
  • Bei der Nachbearbeitung ruhig mal mit dem Farben spielen! :-)

Soweit meine Rückschlüsse, die ich vom gestrigen Abend ziehen konnte!

Natürlich lasse ich es mir auch nicht nehmen, meine schönsten Ergebnisse zu präsentieren. Teilweise habe ich nachträglich kräftig in den Farbtopf gegriffen, teilweise habe ich etwas Farbe herausgenommen. Teilweise habe ich noch ganz andere Experimente ausprobiert, wie die zwei Bilder vom Riesenrad,… während der Belichtung zooomte ich langsam von 10mm auf 20mm! Zooooooom! :D

Habe ich nun auch dein Interesse geweckt derartige Dinge zu fotografieren? Bzw. hast du bereits ähnliche Photos erstellt, dann verlinke sie doch einfach als Kommentar! :)

Und, ich bitte um Feedback per Kommentar, wenn Dir die Bilder gefallen, aber vor allem auch, wenn dich etwas stört oder Du gar nichts damit anfangen kannst! Danke!

Langzeitbelichtung: Lichteffekte im Tunnel

Der Johannes, vermutlich besser bekannt unter den Namen pfn.photo, hat vor gut/genau einem Jahr auf dem Blog von Steffen den Artikel „Lightshow“ über sein atemberaubendes Bild geschrieben.

Über den Jahreswechsel bin ich in der Schweiz gewesen und hatte als Beifahrer die Gelegenheit mit der Kamera zu experimentieren, zum Beispiel während der fahrt durch einen Tunnel. Inspiriert durch Johannes entstand dabei folgendes Bild:

Tunnel of lights

Ich klemmte die Kamera zwischen Cockpit und Windschutzscheibe, um Stabilität zu gewinnen und löste einfach mit einer längeren Belichtungszeit aus.

Brennweite: 18 mm
Blende: f 9
Belichtungszeit: 10 sec
ISO: 200

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Zur Nachbearbeitung, ich verstärkte die Farben so, dass diese noch besser wirkten. Auf Grund des Gelbstiches korrigierte ich etwas den Weißabgleich, wodurch das Blau kräftiger wurde. Links und oben wurde ein Teil abgeschnitten, so dass das Zentrum des Tunnels mehr in die Mitte wanderte.

Habe früher schon einmal versucht Tunnels während der fahrt zu fotografieren, nur konnte man diese alle in die Tonne treten. Um so mehr überrascht war ich von dem Ergebnis dieses Bildes. Vorallem die Farben der Lichter. :)

Was meint Ihr? ;)

Langzeitbelichtung einer Rolltreppe -> cooler Effekt

Auf der Suche nach Motive stieß ich Nachts in Barcelona auf diese kaum beleuchtete Rolltreppe. Ich sah mir diese so an und versuchte mir vorzustellen, wie diese denn Aussieht, wenn man Sie mit einer höheren Belichtungszeit fotografiert.

Das Ergebnis hat meine Erwartungen übertroffen… aus der Rolltreppe wurde eine Rutsche?! =)

[singlepic=139,266,400]

Kamera-Einstellungen:

Lens: 18 mm
Aperture: f 6,5
Shutter: 2,5 sec
ISO: 100

Cloning myself – Spielen mit der Langzeitbelichtung

Heute möchte ich auch noch ein Bild vorstellen und näher beschreiben:

Cloning myself - Langzeitbelichtung

Cloning myself - Langzeitbelichtung

Dieses Foto entstand bei einer abendlichen Fototour gemeinsam mit Fotolist Thomas. Wir trafen uns an dieser Stelle Google-Maps-Point und fotografierten den Sonnenuntergang, den Fernsehturm, den Mond, die Stadt… alles… irgendwann kam ich auf die Idee mal wieder mit dem Licht zu spielen und holte meine Taschenlampe aus dem Rucksack. Es entstanden witzige Bilder während diesen Shots. Wir experimentierten eine ganze Zeit, bis Thomas die Idee zu diesem Foto hatte… das besondere, mit dem Auto kann man diesen Hügel nicht hochfahren, mit dem Motorrad aber kein Problem. Thomas schaltete sein Fernlicht des Motorrads ein, der Hügel war hell beleuchtet. Bereits beim zweiten Versuch hatten wir den dreh raus… ich stellte mich in Position. Per Fernbedienung löste ich aus. 30 Sekunden Belichtung. Ich gab Anweisung wann Thomas sein Fernlicht einschalten kann… dann zählten wir gemeinsam bis drei, Licht aus, ich sprang 2 Meter weiter, blieb ruhig stehen, 3 Sekunden Licht wieder an, wieder aus… ich sprang weiter.. und das, bis die 30 Sekunden vorbei waren… :)

Kamera-Einstellungen:

Lens: 10 mm
Aperture: f 9
Shutter: 30 sec
ISO: 100

Möchte gerne mal wieder Nachts losziehen… alleine ist irgendwie langweilig, wer ist dabei?