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Makro Exploration – Kunst der Natur im Garten

Der Besuch meiner Eltern ist auch immer mit einer fotografischen Erkundungstour durch ihren wunderschönen Garten verbunden. Mein Vater ist wahrlich ein Künstler was die Gestaltung und Bepflanzung des grünen Wohnzimmers angeht. Liebevoll, kreativ und immer farbenfroh. Hinter jedem Busch gibt es etwas zu entdecken. Blumen, Gräser, Stauden – eine Oase auch für eine Vielzahl von Insekten und Kleintiere. Gerne verliere ich mich selbst in dieser Makrowelt, tauche ein in diesen Kosmos und halte das eine oder andere Motiv fest…

Ich entdecke die Makrofotografie oder Eiszapfen mal anders

An einem unserer Fenster wachsen munter vor sich hin ein paar Eiszapfen…

Zusammen mit dem Sonnenaufgang ergab sich ein wundervolles Zusammenspiel von Farben und Kontrast. Ideal um einmal die Makrofähigkeit meines Makros unter beweis zu stellen. Das Ganze Freihand und natürlich habe ich ziemlich lange gebraucht, zu merken, dass der IS gar nicht aktiviert war. Auch musste ich lernen, dass der Autofocus in diesen Dimensionen, vor allem wenn man nicht still hält, nicht wirklich behilflich ist. ;-)

So probierte ich mein Glück, öffnete das total verschmutze Fenster und ging etwas näher an die Eiszapfen ran… das geniale, durch die warme Zimmerluft fingen die Dinger ziemlich fix das tauen an und tropften munter vor sich hin, so dass meine Intention darin bestand, diese Tropfen noch in mein Bild mit einzubauen. Mit der Sonne im Hintergrund,…

Ich bin vom Ergebnis sehr fasziniert und Ihr?!

Objektiv Canon 100mm f/2.8L Macro IS USM – erste Erfahrungen

Seit ca. 2 Jahren wünsche ich mir jetzt schon ein Makro-Objektiv. Lange habe ich überlegt, ob ich wirklich eines brauche und wenn ja, für was… Dann kommt noch hinzu, dass es soviele verschiedene gibt von unterschiedlichsten Herstellern. Von einer Brennweite von 60mm bis hin zu 180mm und wahrscheinlich noch mehr… im Visier hatte ich schon immer das Canon EF 100mm 2,8 Makro*, welches ich bereits für einen Tag einmal ausgiebig testen konnte. Ich war doch von der hohen Qualität und Schärfe der Bilder erstaunt. Im Herbst las ich etwas von einem neuem Makro-Objektiv von Canon, auch 100mm aber mit Bildstabilisator. Wow, dacht ich mir, das ist perfekt, vergaß es aber wieder. Zur Weihnachtszeit stolperte ich auf Amazon.de zufällig erneut über dieses hochwertige L-Objektiv – yep, ich machte mir ein wunderbares Geschenk, das Canon EF 100mm 2,8L Makro IS (bildstabilisiert) USM Objektiv* ist jetzt meins! :-)

In der Zwischenzeit sind ein paar Tage vergangen und ich habe bereits meine ersten Bilder damit geschossen und ich muss sagen, ich bin von der Schärfe, den satten Farben und dem Kontrast der Bilder richtig überzeugt. Makros habe ich noch keine hinbekommen – mit ISO >2000 macht das irgendwie wenig Sinn – wo ist die Sonne? :-)

Einige technische Details zum Canon EF 100mm 1:2,8L Makro IS USM*:

  • 100mm Festbrennweite mit einer Blende von 1:2.8 (kleinste Blende 1:32)
  • Makro mit einem Vergrößerungsmaßstab von 1:1 (Lebensgröße)
  • Naheinstellgrenze liegt bei 30cm zum Sensor, sprich, vor dem Objektiv bleiben ca. 14 cm luft
  • Ausgestattet mit der neuesten ‚Hybrid‘ Bildstabilisationstechnologie von Canon
  • Wie bei allen Ls, eine Gegenlichtblende und ein Objektivbeutel sind enthalten

Und noch mehr Details und Beispiele sind in ausführlicher Form auch wie gewohnt in der Lensreview auf www.dpreview.com nachzulesen.

Diese Linse komplettiert nun meine Liste an Festbrennweiten (28mm 2.8, 50mm 1.4 und nun 100mm 2.8). Den satten Preisunterschied von knapp 400 Euro vom „normalen“ Canon 100mm Makro zu diesem L-Objektiv muss man für sich selbst abwägen. Ausschlaggebend für mich ist zum einen die hochwertige Qualität und zum anderen der Bildstabilisator, da ich meist auf das Stativ verzichte, um irgendwelche Insekten hinterher zu hechten.. ;-)

Nachfolgend noch ein paar Beispiel-Fotos (nichts großartiges) der letzten Tage:

Ansonsten kann ich ich noch die Artikelserie über die Makrofotografie von Jens auf www.foto-howto.de empfehlen.

* Das ist ein Affiliate Link. Wenn du etwas darüber bei Amazon bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Danke!

Die Makrofotografie – eine faszinierende Welt

Seitdem ich mir im November 2007 meine DSLR (Canon 400D) angeschafft habe, spiele ich mit dem Gedanken in die Makrofotografie einzusteigen. Aber bis heute ist die Anschaffung eines entsprechenden Objektives auf Grund der monetären Priorisierung lediglich nur ein Traum.

Neben einem teuren Objektiv gibt es viele andere interessante Alternativen, wie Retroadapter, Nahlinse, Zwischenringe, zwei Objektive irgendwie aneinanderhalten… aber am vergangenen Sonntag nutzte ich die Gelegenheit mit einem Canon 100mm Makro 2.8 durch eine Wiese zu tigern, hier ein Ergebnis:

Es hat mir so richtig Spass gemacht. Eine übersichtliche Wiese entwickelt sich plötzlich zu einem riesigen Universum. Hinter jedem Grashalm versteckt sich ein neuer Kosmos. Ich liebe Schmetterlinge und entsprechend oft versuche ich diese zu fotografieren, ohne Makroobjektiv jedoch nur mit mässigen Erfolg. Um so größer war die Freude mit dem 100mm auf die jagt zu gehen. Langsam pirschte ich mich an die von Distelfalter umschwärmten Blumen heran. Keine schnelle Bewegung. Nicht riskieren, dass sich diese Insekten durch mich gestört fühlen. Die Bedingungen waren unmöglich, Windböen zogen regelmässig über die Wiese, kein moment der Stille. Auch die dichte Wolkendecke bescherte kein schönes Licht.. egal, zu sehr konzentrierte ich mich auf diese Microwelt. Und, nach einigen Minuten des ausharrens ließ sich ein Distelfalter genau vor mir auf eine Blume nieder. Das ist der Moment! Ich beugte mich vor, der große Schmetterling füllte den Sucher – ich langsam atme aus, fokusierte manuell und drückte ab. Bild ist im Kasten. Ein Blick auf das Display… faszinierend!

Mein Fazit: Mittlerweile habe ich mich bereits mit allen Alternativen näher beschäftigt. Nun gut, Retroadapter habe ich mit meinem Kit-Objektiv getestet, die Nahlinse und ein 25mm Zwischenring mit meinem Canon 50mm 1.4, die Ergebnisse können sich schon sehen lassen, aber nichts desto trotz nicht vergleichbar mit einem Makroobjektiv. Zum einen muss man sehr nah an das Objekt ran (was unter anderem auch an den 50mm liegt, klar), zum anderen ist, was ich gehört habe, auch die Fokussierung eines „normalen“ Objektives lange nicht so fein und schnell. Gerade wenn man flexibel sein möchte und nicht nur auf Blumen scharf ist, ist eine hohe Brennweite sehr von Vorteil, auch, weil man so etwas mehr Abstand zum Motiv gewinnt, was gerade in meinem Fall zum Vorteil war.

Soweit die Erfahrungen eines Makro-Anfängers, wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?
:)

Experimente mit einem Retroadapter

Neugierig was das ist, habe ich einfach mal für mein 18-55mm-Canon-Kit-Objektiv so ein Ding bestellt. Die Beschreibung hörte sich nämlich sehr spannend an…

Nehmt einfach mal ein Objektiv in die Hand und blickt durch die Frontlinse hindurch. Wenn ihr nah genug zum Beispiel an einem Computerbildschirm ran geht, könnt ihr diesen Lupeneffekt feststellen. Mit einem Retroadapter lässt sich ein Objektiv quasi verkehrt herum mit einer Kamera verkoppeln und so diesen Lupeneffekt nutzen. Das Ergebnis, Abbildungsmaßstäbe von bis zu 5:1, was das fünffache eines herkömmlichen Makroobjektiv entspricht. Das ist fett!

So sieht so ein Retroadapter aus:

Retroadapter

Natürlich startete ich sogleich einige Experimente und musste feststellen, dass es doch gar nicht so leicht ist, ein halbwegs scharfes Bild hinzubekommen. Ein Autofocus ist logischer weise nicht möglich, auch die Blendensteuerung muss mit einem Trick (Objektiv in Normalstellung bringen und gewünschte Blendenzahl einstellen. Nun wird bei gleichzeitig gedrückter Abblendtaste das Objektiv wieder in Retrostellung gebracht – somit ist die höhere Blende fixiert und es steht eine höhere Schärfentiefe zur Verfügung) überlistet werden. Entsprechend muss auch die Belichtungszeit angepasst werden.

Bei meinem Test merkte ich, dass man doch sehr schnell verwackelt. Hier ist ein Beispiel:

Leiterbahnen

Natürlich kann man da jetzt keine Wunder erwarten, aber für 25 Euro einmal im Makrobereich zu experimentieren, das macht schon Spass. :)