tierischmenschlich – ein Fotoausstellungsprojekt hier in Nürnberg

heute erhielt ich den Newsletter des Kulturzentrums K4. Darin wird das Fotoausstellungsprojekt mit der camera obscura und der Digitalkamera von Günter Derleth, Rudi Hilmar Ott und dem KOMM-Bildungsbereich vorgestellt.

Ich übernehme einfach alle weiteren Details hierzu…

4. Dezember 2008 bis 20. Januar 2009
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, Eintritt frei

Eröffnung: Mittwoch, 3. Dezember 2008, 20 Uhr.
Die Fotografen Günter Derleth und Rudi Hilmar Ott werden bei der Eröffnung anwesend sein.
Begleitung am Klavier: Hildegard Pohl

Die technische Entwicklung der Fotografie hat ein rasantes Tempo aufzuweisen. Ein stakkatoartiges, fast atemloses Fotografieren ist die Konsequenz daraus. Rudi Ott und Günter Derleth setzen diesem schnellen, hektischen Produzieren ihr Projekt entgegen: Die Beschäftigung mit den Prinzipien der Lochkamera, der Camera obscura. Diese ist ein Kasten mit einem verschließbaren, kleinen Loch. Das Licht der Außenwelt, das in diesen dunklen Kasten eindringt, lässt die Außenwelt seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend auf der Innenseite sichtbar werden. Diesen Effekt machen sich im 19. Jahrhundert Fotografen zunutze, indem sie Fotopapier auf der Innenseite des Kastens gegenüber der Öffnung anbringen. Zur Aufnahme des einzig möglichen Fotos wird das Loch geöffnet. Es entstehen Schwarzweißfotografien mit einer eigenen Aura.
Günter Derleth und Rudi Ott setzen sich in ihrem Ausstellungsprojekt »tierischmenschlich« mit der alten Technik auseinander. Während Günter Derleth farbige Bildträger einsetzt und nur Ausschnitte seiner Aufnahmen zeigt – die für die Camera obscura so typischen Randabdunklungen werden entfernt – sehen Rudi Otts Fotos eher aus wie die damaligen Lochkamerabilder. Sie weisen die typischen Abdunkelungen und Unschärfen in den Randbereichen auf und sind in Schwarzweiß gehalten. Allerdings sind seine Werke mit der Digitalkamera gemacht.
Während Ott Prominente aus der Region Nürnberg ablichtet, verlegt sich Derleth auf Tierbildnisse. Diese könnten normalerweise aufgrund der verhältnismäßig langen Belichtungszeiten nicht realisiert werden. Der Einsatz präparierter Tiere lässt seine Aufnahmen jedoch augenzwinkernd zu Stilleben werden.
Die Ausstellung »tierischmenschlich« von Günter Derleth und Rudi Ott, gemeinsam mit dem KOMM-Bildungsbereich, ist ein Spiel mit optischen Täuschungen und thematischen Verschränkungen und lotet die Möglichkeiten und Grenzen von zwei quasi entgegengesetzten fotografischen Techniken aus.

Begleitprogramm zur Ausstellung:
Werkstattgespräch mit beiden Fotografen am 14.12. 2008 um 18.30 Uhr in der Ausstellung
Workshop zur camera obscura mit Günter Derleth am 10.01. 2009 um 14 Uhr im Fotolabor des Künstlerhauses (Anmeldung erforderlich, Unkostenbeitrag von 10€)

Ort: Künstlerhaus K4 im KunstKulturQuartier Nürnberg, Königstr. 93, Glasbau, 1. Obergeschoss
Veranstalter und Kontakt: KOMM-Bildungsbereich & Diskurswerkstatt,
Tel.: 0911/231 28 53, 231 85 89, Fax: 09011/231 37 21

weitere Infos: kubiss.de/bildungsbereich bzw. vorschau.shtml#tierischmenschlich

Über Oliver Schaef

Initator und hauptverantwortliche Person hinter dem Blog fotolism.us. Weitere Informationen über mich. Besucht auch meinen Photoblog: www.3ey.es und folgt mir auf Twitter. Danke! :)
Dieser Beitrag wurde unter Nürnberg, Regionales, Veranstaltung abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu tierischmenschlich – ein Fotoausstellungsprojekt hier in Nürnberg

  1. @fotolismus sagt:
    New blog post: tierischmenschlich – ein Fotoausstellungsprojekt hier in Nürnberg http://tinyurl.com/65djy7
  2. auf dem ersten Blick sind die Bilder erstmal etwas ungewohnt, erst wenn man deren Entstehungsgeschichte kennt, kommt dieser Wow-Effekt. Gar nicht gewusst, dass eine Lochkamera solch Fotos mit so kräftigen Farben entstehen lässt.

    Wer am K4 vorbeikommt, sollte auf jedenfall mal einen Blick in diese Ausstellung werfen.

  3. Sam sagt:
    Ja wir haben auch schon überlegt mal vorbeizuschauen, scheinbar lohnt es ja doch. na hoffentlich finde ich nächste woche noch die zeit dafür.
    danke für die erinnerung 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.