Bildbearbeitung mit Luminar AI Sky Replacement Feature – Beispiel

Jeder kennt die Situation sicherlich. Man verreist in ferne Länder. Ist super beeindruckt von den tollen Landschaften und bringt diese als Erinnerung + in digitaler Form mit nach Hause. An seinem Rechner importiert man erwartungsvoll seine Fotos. Jedoch stellt man ernüchtert fest, dass die Fotos manchmal sehr von den Erinnerungen abweichen.

Endlich hat man nach einer langen Wanderung eine tolle Aussicht erreicht, ist überwältigt von den Gefühlen und den Blick über das weite und grüne Tal – der nichts sagende Himmel oder der ferne Dunst spielte in diesem Moment überhaupt keine Rolle… zu Hause, nüchtern betrachtet, ist das digitale Ergebnis eher langweilig. Okay, für einen selbst ist es von Wert, aber um es seinen Freunden und Familie zu zeigen, hm..

Kuba - Gran parque natural Topes de Collantes - unbearbeitet
Kuba – Gran parque natural Topes de Collantes – unbearbeitet

Auf der Suche nach einer Lightroom Alternative stieß ich auf die Bildbearbeitungssoftware Luminar von Skylum. Sie schreiben unter anderem: “Revolutionäre Tools und AI-Technologien eröffnen atemberaubendes Potenzial für deine Kreativität.”. Ein interessantes Feature hierbei ist beispielsweise das “AI Sky Replacement”. Die Software erkennt automatisch den Horizont in deinem Foto – man kann da auch etwas nachhelfen – und ersetzt deinen grauen langweiligen Himmel durch eine alternative, “schönere” Szene. Die Vorauswahl ist gut und das beeindruckende, die gesamte Lichtsituation wird im Bild angepasst. Hier zwei Beispiele:

Kuba – Gran parque natural Topes de Collantes – Sunset 1

oder

Kuba – Gran parque natural Topes de Collantes – Dramatic Sky

Null Komma nichts wird das Bild zum Hingucker, auch wenn an dieser Stelle auf Grund der Himmelsrichtung niemals die Sonne untergehen würde, aber das weiß ja schließlich niemand.
Eine gute Option ist, dass man auch sein eigenes Himmelbild verwenden kann. Zack hat man jeden Tag ein und den selben Sonnenuntergang an unterschiedlichen Orten erlebt..

Grundsätzlich halte ich von diesen fancy Möglichkeiten nicht sehr viel, weil es nichts mehr mit Fotografie zu tun hat. Faszinierend ist es allerdings dennoch und auf jeden Fall gut zu wissen, dass es sowas gibt.

36c3 Beitrag “Science for future?” – Klimawandel

Der Klimawandel ist real, wir sind schon mitten drin. Es gilt das schlimmste zu verhindern und eine durchschnittliche Erwärmung von 1,5 Grad nicht zu überschreiten. Ist dieses Ziel überhaupt noch erreichbar? Theoretisch ja…
60 Minuten Fakten pur zum Klimawandel von Bernhard Stoevesandt (Scientists for Future) mit seinem Talk auf 36c3.

Meine DJI Mavic Mini is da..

und das erste, was mir auffiel: “Wow, ist die leicht!”

Den ersten Testflug innerhalb der Wohnung hat sie erfolgreich absolviert. Nach dem ich bereits Erfahrung mit der Steuerung der DJI Mavic Air hatte, fiel mir der Start und die Bedienung sehr leicht. Einzig, dass man für dieses Modell eine neue App namens DJI Fly für sein Smartphone laden und verwenden musste, war mir neu. Diese App scheint mir etwas intuitiver und aufgeräumter zu sein, als die DJI GO 4.

Durch das geringe Gewicht ist die DJI Mavic Mini besonders für Reisen sehr interessant. Man schleppt ja schon genug Technik-Kram mit sich herum. Auch hab ich als Hobbypilot auch nicht den Anspruch, ein 4K Video mit 60 FPS drehen zu müssen. Einzig die fehlende Möglichkeit Fotos in RAW zu speichern, tut etwas weh. Die fehlenden Sensoren zur Kollisionserkennung – muss man halt entsprechend aufpassen. :-)
Ein kleiner aber eigentlich auch unbedeutender Vorteil, nach der Drohnen-Verordnung des BMVI kann man sich bei Drohnen unterhalb von 250 Gramm Startgewicht die Kennzeichnungspflicht sparen. Aber Achtung, falls du denkst, du fliegst erstmal auf Nummer sicher und legst die Schutzbügel an,…

Achtung: DJI Mavic Air wiegt mit Schutzbügel mehr als 250 Gramm -> Kennzeichnungspflicht

Ansonsten gelten im Großen und Ganzen die gleichen Regeln und Gesetze wie bei allen anderen Drohnen unterhalb von 2 kg, weshalb ich sie bislang noch nicht außerhalb der Wohnung starten lassen konnte – meine derzeitige Privathaftpflichtversicherung deckt Drohnen nicht ab.. :-(

Nichtsdestotrotz bin ich schon sehr auf den ersten Flug außerhalb meiner vier Wände gespannt und werde auf jeden Fall davon berichten.

Ohne Auto Leben – Mobil in die Zukunft

Mit großem Interesse verfolge ich Themen wie Elektro-Mobilität, autonomes Fahren, Car-Sharing und diverse gesellschaftliche Diskussionen über die Zukunft der Mobilität allgemein. Das hat auch einen ganz einfachen Hintergrund. Mein Kleinwagen wird jetzt bald 10 Jahre alt und der Plan ist eigentlich, dass das das letzte Auto ist, das ausschließlich ich und mein nächstes Umfeld nutzt.
Doch hoffe ich, es dient mir noch einige weitere Jahre zuverlässig, da eine Wende in der Mobilität viel zu langsam voranschreitet…

Für mich ist ein Auto schon immer ein Gebrauchsgegenstand gewesen. Einfach nur ein Objekt, das mich trocken von A nach B bringt. Hauptsächlich für Ziele die über Öffentliche Verkehrsmittel oder mit dem Fahrrad nur sehr umständlich zu erreichen sind. Im Vordergrund stand immer Zuverlässigkeit, etwas Stauraum, wenig Verbrauch und geringe Nebenkosten. Habe nie die Menschen verstanden, die all ihr Geld in ihr Prestigeobjekt investieren, nur um protzend durch Orte zu rollen oder langsamere Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen einzuschüchtern.
Die Politik definiert immer niedrigere CO2 Grenzwerte, gleichzeitig jedoch steigt der Ausstoss Jahr für Jahr weiter an, da die Masse der Gesellschaft nach noch größeren SUVs und noch mehr PS giert…

Das Fahrrad in einer Stadt wie Nürnberg ist derzeit keine wirkliche Alternative für mich. Zum einem stellt der Vermieter hier nicht ausreichend sichere überdachte Abstellmöglichkeiten zur Verfügung, zum anderen bin ich meist sehr flott unterwegs – ist kein Radweg vorhanden verteidige ich aggressiv und selbstbewusst meine 2 qm Fahrspur. Trotz vorausschauendem umsichtigen defensiven Fahren kam es zu viele brenzliche beinahe-Situationen, dass ich schlicht die Lust und den Mut verloren habe als Radfahrer am offensiven Stadtverkehr teilzuhaben.
Da muss sich etwas tun!! Okay, hier und da sieht man die eine oder andere Maßnahmchen oder liest über eine homöopathische Erhöhung der Ausgaben für den Radverkehr, aber radikale Schritte die wirklich etwas verändern bleiben aus. Gleichzeitig wird an einem 700 Millionen Euro Projekt geplant, damit die Autofahrer 10 Minuten Fahrzeit einsparen… anstatt das Geld sinnvoll in die unausweichliche Mobilitätswende zu investieren.

Ich behaupte, wer in einer Stadt wohnt, lebt und arbeitet, der braucht kein Auto. Geht man vor die Tür, fühlt man sich bestätigt. Viele Autos, mein Kleinwagen eingeschlossen, stehen oft wochenlang unbewegt an einem und dem selben Parkplatz. Auch Studien besagen, dass ein Auto im Durchschnitt nur 1 Stunde am Tag bewegt wird… warum werden sie überhaupt als “Fahrzeug” bezeichnet?! Gleichzeitig, beobachtet man den fließenden Verkehr, sitzt in so gut wie jedem Auto nur eine einzelne Person…
Dank des gut ausgebauten Öffentlichen Nahverkehrs innerhalb der Ballungszentren kann man sich durch aus gut vorstellen ohne Auto zu leben, vor allem als Besitzer eines VGN Jahres-Abos. Aber, kürzlich hatte ich Besuch von meiner Familie, das Wetter war schön und lud zu einem Spaziergang ein. Idee, geschwind mit der U-Bahn zur Wöhrder Wiese fahren und die Sonne genießen – nein, denn dieser Ausflug hätte uns über 70 Euro gekostet. Somit blieben zwei Optionen, mit dem Auto hin fahren oder hier im Stadtteil spazieren gehen..

Was aber, wenn man doch mal ein Auto für ein Ziel benötigt, das nicht so ohne weiteres mit den Öffentlichen Nahverkehr erreichbar ist? Da stellt Car-Sharing eine Lösung dar. Das aktuelle Angebot hier in Nürnberg hatte mich ein wenig überrascht. Man muss nur noch 1-3 U-Bahn-Stationen fahren, um ein Shared-Car zu erreichen und nicht, wie noch vor einem Jahr, erst quer durch die Stadt mit den Öffentlichen fahren. Hier tut sich was. Das Angebot durch Anbieter wie Scouter, Getaround, Greenwheels oder Flinkster steigt und wird immer interessanter. Sobald man jedoch die Suche einschränkt, beispielsweise ein Kleinwagen, für Samstag von 11 bis 20 Uhr, dann sieht die Sache wieder anders aus und wird leider sehr schnell sinnfrei. Nicht auszumahlen, wie es aussieht, wenn es sich um den ersten warmen sonnigen Samstag im Frühjahr handelt und man spontan zum See fahren möchte..

Wir leben, und das nun schon viel zu lange, in einer autogeprägten Gesellschaft und einem Land in dem die Autolobby die Wirtschaftspolitik diktiert. Leider mit solch tiefgreifenden Auswirkungen, dass an einem schnellen Wandel der Mobilität nicht zu denken ist. Klar, einzelne werden es schaffen aus diesem System auszubrechen, aber die große Masse der Gesellschaft? Das wird Generationen dauern.

Aber was wäre wenn… stellen wir uns einmal vor es ist das Jahr 2049, das rückständige, schmutzige, teure Autozeitalter haben wir vor wenigen Jahren hinter uns gelassen, ich verlasse unser Haus und befinde mich in einem Park, anstatt parkende Autos und eine breite Straße befinde ich mich auf einem Grünstreifen, der sich durch das komplette Viertel zieht, lediglich unterbrochen von einem breiten Rad- und Fußgängerweg. Mein Ziel, der Brombachsee. Wo ich früher ein Auto benötigt hatte, nutze ich heute eine autonome elektrisch angetriebene herstellerneutrale Kapsel. Über ein Device der Zukunft habe ich bereits den Start, das Ziel und die Anzahl Sitzplätze meiner Reise in Auftrag gegeben. Als Feedback erhalte ich die Ankunftszeit zurück und, dass ich in Schwabach am Knotenpunkt X in eine andere Kapsel umsteigen müsse. So spaziere ich entspannt zu meiner Startkoordinate wenige hundert Meter entfernt, um dort in meine angeforderte Sammelkapsel einzusteigen. Ein schlauer Algorithmus errechnet die effizienteste Wegstrecke nach Verbrauch und Auslastung und 40 Minuten später, nach einmal umsteigen, erreiche ich staufrei und CO2 neutral völlig entspannt das Ziel.

Ist solch ein Zukunftsbild so abwegig?

Elektromobilität macht in meinen Augen nur Sinn, wenn die Fahrzeuge so viel wie möglich “FAHREN”, andernfalls sind die Herstellungsemissionen (unter anderem der Akkus) viel zu gewaltig, wenn diese 95% ihrer Lebenszeit nur herumstehen.
+ ein privater Besitz eines Fahrzeuges ist nur unter bestimmten Einschränkungen oder Auflagen erlaubt
+ Autonomes fahren ist Standard. Nur noch Oldtimer dürfen selbst gesteuert werden, das auch nur in gesondert dafür ausgelegten Autoparks, denn die allgemeine Verkehrsinfrastruktur ist dafür gesperrt.
+ eine Kapsel für sich privat zu buchen ist möglich, kostet halt einen entsprechenden Aufpreis. Familien erhalten einen Rabatt. Wer es richtig eilig hat, kann mit viel Aufpreis auch eine autonome Flugkapsel buchen.
+ auf Langstrecken schließen sich die Kapseln zu einer Kolonne zusammen, um sich möglichst energiesparend fortzubewegen. Dabei sind auch sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten möglich.
+ für Städte zu Städte-Verbindungen, wie Berlin – Hamburg, können die Kapseln Hyperloops benutzen, um die Wegzeit und den Energieaufwand zu verringern.
+ Dank Automatisierung und Vereinheitlichung zahlt man einen pauschalen Festpreis von 10 Cent pro Kilometer – dabei spielt es keine Rolle, ob man die U-Bahn, eine Kapsel oder den Zug benutzt.
+ Die Kapseln, die nicht unterwegs sind, dienen als Energiespeicher um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen
+ und so weiter und so fort..

Vielleicht kommt auch alles ganz anders und es gibt 2049 kaum noch einen Grund seine eigenen vier Wände zu verlassen. Die Arbeit wird zum größten Teil von künstlicher Intelligenz und Quantencomputer erledigt. Erlebnisse, Sport, Interaktionen, Bildung und Medien werden nur noch digital über VR konsumiert. Der Körper selbst befindet sich in einer Art Lebenskapsel mit einer Rund-um-Versorgung. Wozu benötigt man dann noch ein Auto? Was war nochmal ein Auto?
Okay, klingt eher nach Matrix und nach 2149 – die Erde ist oberflächlich dank des nicht erreichten 4 Grad-Zieles nicht mehr bewohnbar, es spielt auch keine Rolle ob sich die Lebenskapsel auf der Erde oder in einem Raumschiff befindet. (sorry, zu viel Science Fiction gelesen)

Oder wie stellst du dir die Mobilität im Jahre 2049 vor? :D

Arte Reportage „Wenn das Eis bricht“

Die globale Klimaerwärmung führt zu einer Reduzierung der Eisschilde (nicht nur) in der Antarktis. Unter der Kilometer dicken Schicht aus Eis befinden sich über 700 Vulkane… was passiert, wenn der Druck auf eben diese Vulkane nach lässt?!

https://www.arte.tv/de/videos/078142-000-A/wenn-das-eis-bricht/

Hinweis: Der Beitrag steht nur noch bis zum 12.11.2019 in der Mediathek von ARTE zur Verfügung.