Hochzeitsfotografie oder: Gibt es neben Baum, Wiese und Treppe noch was anderes?

Kurz zu meiner Person: Ich bin Matthias Richter und hauptberuflicher Hochzeitsfotograf. Das klingt normalerweise nach einem ziemlich langweiligen Job. Man stellt sich ein Paar vor, dass neben einem Baum, auf der Treppe der Kirche oder einer Wiese steht, und mehr oder weniger gewinnend in die Kamera lächelt. Vielen Fotografen rümpfen die Nase wenn sie was von Hochzeiten hören.
Wenn ich dann herausposaune mit Leidenschaft bei der Arbeit zu sein, und mir kaum einen schöneren Job vorstellen zu können, hällt man mich wahrscheinlich für leicht debil. Doch Hochzeitsfotografie kann auch ganz anders aussehen…

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Als Hochzeitsfotograf mit journalistischem Ansatz schieße ich so gut wie überhaupt keine gestellten Bilder. Ich bitte die Menschen nicht in die Kamera zu schauen, sondern bei sich und dem Partner zu sein. So entstehen wirklich gefühlvolle Bilder.

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Hochzeitsbilder müssen auch nicht eindimensional sein. Abstrakte Sichtweisen, Linienführung, Licht und Schatten sind hier genauso wichtig.

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In der Hochzeitsfotografie kann ich mein Fotografischen Jagdinstinkt voll ausleben, reise viel, lerne interessante Menschen und Orte kennen, und werde auch noch dafür bezahlt.
In meinem nächsten Artikel möchte ich dann etwas über unterschiedliche Motive in der Hochzeitsfotografie schreiben.

Über Matthias

Ich fotografiere ca. 35-40 Hochzeiten pro Jahr, und betreibe nebenbei noch Landschaftsfotografie. Ich liebe meine Familie, meine Frau Julia, und meinen Sohn Alexander.
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7 Antworten auf Hochzeitsfotografie oder: Gibt es neben Baum, Wiese und Treppe noch was anderes?

  1. Ben-Inside sagt:

    Nur mal eine ganz dumme Frage: Wo ist denn die Lichtquelle beim zweiten Bild?

  2. Ron sagt:

    Hinter dem Paar von unten sehr nah dran.
    Ich schätze Kniehöhe und dann ein Meter weg.

  3. Marcel sagt:

    "Als Hochzeitsfotograf mit journalistischem Ansatz schieße ich so gut wie überhaupt keine gestellten Bilder."
    –> Aber wenn ich dem Paar sage, wie es sich hinstellen soll, Lichtquellen aufbaue etc. pi pa po, sind das dann keine gestellten Bilder???

    Das ändert allerdings nichts daran, dass die Fotos wirklich klasse, emotional und mal was anderes sind!

  4. Ben-Inside sagt:

    Okay danke. Ich fragte deswegen, da der Herr so gut wir gar nicht ausgeleuchtet ist und nur die Frau "erstrahlt" – wie immer 😉

  5. Matthias sagt:

    @Ben: In Brusthöhe etwa einen Meter dahinter.
    @ Marcel: Stimmt, die Bildauswahl ist etwas unglücklich. Die Portraits machen aber tatsächlich nur 3-5% der Bilder am Tag aus.

  6. Wonco sagt:

    Mein Kompliment, Bild 2 ist in meinen Augen eine Augenweide – das hängt sich doch jedes Brautpaar liebend gern ganz groß an die Wand (und nicht nur ins Familienalbum 😀 )

    Doch du hast Recht, viele Fotografen und Fotografierenden rümpfen bei Hochzeitsfotografie die Nase und träumen weiter von der Vogue, dem Playboy etc. 😉

  7. Gerhard sagt:

    Das dritte ist ein affengeiler Schuss!
    Die Bildaufteilung mit der Reling an der sich das Auge bis zum Paar hangelt. Genial!

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